Nepal-Hilfe nach der Flut: Bergschule & Waisenkinder

Liebe Patientinnen und Patienten,

seit der Sturzflut am Bhote Koshi im Norden Nepals werden wir immer wieder gefragt, wie man in Nepal helfen kann. Die Chhatrapati Free Clinic in Kathmandu, die wir gemeinsam mit vielen von Euch seit mehr als 35 Jahren unterstützen, ist zu weit vom unmittelbaren Krisengeschehen entfernt, um selbst direkt an der Nothilfe vor Ort beteiligt zu sein. Ihre drei Krankentransporter sind allerdings dort im Einsatz – tragischerweise nicht, um Kranke zu transportieren, sondern um die Toten zu den Verbrennungsplätzen zu bringen.

 

Was kann man tun?

Für alle, die sich diese Frage stellen, hier zwei Möglichkeiten, die Entwicklung in Nepal zu unterstützen:

1. Ein langfristiges Entwicklungsprojekt

Durch Zufall oder nicht sind wir in diesem Jahr zu einer Aufgabe gekommen, die uns die nächsten Jahre beschäftigen wird und bei der wir Unterstützung brauchen: eine Bergschule in einem der abgeschiedensten Himalaya-Dörfer im Oberen Dolpo – so entlegen, dass man dort weder ein Dorf noch gar eine Schule vermuten würde. Und eben in dem Moment, in dem wir dort eintreffen, läuft die Förderung nach 25 Jahren aus. Ohne finanzielle Hilfe kann die Bergschule nicht existieren; deshalb haben wir den Stiftungsfonds Ekarka (Ekarka: Nepali für „miteinander, füreinander“) bei der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung eingerichtet. Ein Flyer zu dem Projekt liegt im Anhang. Wer sich hier beteiligen oder nähere Informationen haben möchte, melde sich bitte bei uns.

Download: Wo die Schule steht, wer dort lernt und wofür das Geld gebraucht wird – im Flyer zum Projekt.

>> weitere Informationen auch auf der Webseite: www.ekarka-nepal.de

2. Unmittelbare Hilfe für Kinder aus dem Katastrophengebiet

Schülerinnen und Schüler die in der Bergschule nach acht Jahren den Abschluss schaffen, setzen die Schule in Kathmandu fort – an der Surya Shikshya Sadan Foundation, ebenfalls eine gemeinnützige Einrichtung. Im Moment leben dort 30 Schüler aus der Bergschule in Bhijer zusammen mit 35 Waisenkindern aus anderen abgelegenen Himalaya-Regionen. Wir haben das Internat im Dezember 2025 selbst besucht und stehen mit seinem Leiter Chandra B. Gurung, der zehn Jahre lang Lehrer in Bhijer war, seither im Austausch.

Seit wenigen Tagen sind die behördlichen Formalitäten geklärt, die es erlauben, an der Surya Shikshya Sadan Foundation Kindern aus dem Katastrophengebiet, die bei der Sturzflut ihre Eltern verloren haben, Zuflucht zu bieten. Wie viele und wie lange, kann im Moment noch niemand sagen. Für Unterkunft einschließlich Essen, Kleidung, Medizin und psychologischer Betreuung sowie späteren Schulbesuch rechnet die Stiftung mit 18.000 nepalesischen Rupien pro Kind und Monat – rund 105 Euro. Jeder Betrag hilft; er muss keinem ganzen Monat entsprechen.

3. Spendenmöglichkeiten

Wer jetzt mit einer Spende helfen möchte, kann dies mit einer Überweisung an den Stiftungsfonds tun.

Der angegebene Verwendungszweck entscheidet darüber, ob sie der langfristigen Sicherung der Bergschule oder der Katastrophenhilfe zugutekommt.

Empfänger:

GLS Zukunftsstiftung Entwicklung IBAN: DE05 4306 0967 0012 3300 10

Verwendungszweck Bergschule: SF Ekarka-Nepal

Verwendungszweck Katastrophenhilfe: SF Ekarka-Sturzflut Nepal

 

Auf der Überweisung müssen E-Mail und/oder Adresse angegeben werden, damit die Spendenquittung zum Jahresende zugesendet werden kann. Die Spenden fließen ohne Verwaltungskosten in die entsprechenden Projekte.

In nächster Zeit richten wir einen Newsletter ein. Wer über die Entwicklungen informiert werden möchte, schickt uns bitte seine E-Mail-Adresse an luisezimmermann@t-online.de – wir verwenden sie ausschließlich dafür.

Dank an alle, die sich beteiligen werden.

Namaste! Joachim Hoffmann und Luise Zimmermann